Weinrallye #56 gemischter Satz

Es ist wieder so weit, die nächste Weinrallye steht an! Diesmal sind wir zu Gast bei Stefan Schwytz von Baccantus.

Der große Vorteil (oder war’s der Nachteil?;)), wenn man so spät mit seinem Beitrag dran ist, wurde vieles schon gesagt. Wer sich für den historischen Hintergrund interessiert findet bei Peter hier das richtige, die aktuelle Gesetzlage kann man bei Susa hier nachlesen. Falls dich das alles nicht interessiert kannst du hier erfahren wie man € 988,- sparen kann, die Cordula weiß es;)

Ich bin ja bekanntlicherweise keine große Freundin von primärfruchtigen Weinen. Gerne stelle ich die Rebsorte auch hinten an. Lieber möchte ich etwas von der Herkunft im Glas schmecken. Ist das nicht einer der faszinierensten Dinge am Wein? Man kann nicht nur die Rebsorte schmecken, der Wein erzählt auch vom Jahrgang, vom Boden auf dem er gewachsen ist. Nicht zuletzt erzählt er uns auch etwas von der Arbeit des Winzers…

Meiner Meinung nach transportiert der Gemischte Satz das alles sehr gut. Es nimmt die Möglichkeit nach dem lustigen Rebsorten raten wie es viele gern tun. Es geht dann nicht mehr um “typisch Sauvignon” oder “typisch Veltliner”, man muss sich einfach auf den Wein einlassen und ihn sein lassen wie er ist.

Im Rahmen eines Interviews habe ich Matthias Hager aus dem Kamptal vor über einem Jahr gefragt: “Welche Bedeutung hat der gemischte Satz für Sie? Ist es ein Modetrend, oder wird er sich etablieren können?” Er antwortete: “In Wien hat er sich ja bereits als Marke mehr oder weniger etabliert und wir sehen auch bei vielen unserer Kunden-besonders bei den jüngeren-, dass es nicht mehr so wichtig ist, welche Sorte sie trinken, sondern dass der Wein schmeckt. Insofern glaube ich schon, dass der Gemischte Satz durchaus seine Berechtigung hat und der Vorteil sowohl für den Kunden als auch für den Weinbauern: er darf überall anders schmecken. Durch den Gemischten Satz geht man vielleicht weg davon, wie ein Wein zu schmecken hat und lässt den Wein so stehen, wie er ist.” Das ganze Interview kann man hier nachlesen.

Während des Schreibens hatte ich leider keinen Gemischten Satz im Glas sondern Tee in der Tasse, der Verkühlung sei Dank.



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