Einmal Entschleunigen bitte

Kraft tanken in den Bergen, loslassen vom Alltag. Ein Wochenende voller Genuss. Vegetarisch. Bekömmlich.

Gabi und Johann vom Biochi in Schladming haben für Euch ein durchdachtes Programm zusammengestellt. Es wird gemeinsam gekocht, Yoga gemacht. Doch auch individuelle Zeit gibts es, denn die Bergstadt Schladming hat so einiges zu bieten, auch im Frühling.

Ich habe das Vergnügen einige Weine auszuschenken und so eurem Essen noch ein i-Tüpferl aufzusetzten;

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Weingut Werlitsch – Südsteiermark

Ewald Tscheppe keltert auf seinem Weingut mit dem traditionellen Hofnamen Werlitsch außergewöhnliche Qualitäten. Hier ein ausführlicher und lesenswerter Bericht den ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte.

Die Weine gibts natürlich bei mir im Shop, auch als Weinkisterl zum kennenlernen und als Genusskisterl für Individualisten ;)

Ex Vero I

Ex Vero II

Ex Vero III

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Alle Jahre wieder – Muttertag

Muttertag kommt in großen Schritten auf uns zu, jetzt fehlt nur noch das passende Geschenk? Wir haben definitiv das Richtige für Euch!

Was schenkt man dem der schon alles hat? Am Besten Liebe und Zeit, doch man hat auch gern etwas in den Händen. Unser Bio Genusskisterl’ – Think Pink sagt wie kein anderes “Danke!”. Handgeschöpfte Schokolade mit Erdbeerstückerl aus dem Salzburger Land, eine hochwertig hergestellte Spardose mit rosa und pinkfarbenen Elementen und natürlich einen handgerüttelten Sekt Rosé!

Das ideale Geschenk

Alle Bestandteile sind nicht nur hervorragend in der Qualität, sondern auch nachhaltig produziert. Die Schokolade sowie die Spardose sind mit dem Fair Trade Logo ausgezeichnet, der Sekt und die Schokolade sind natürlich aus biologischer Landwirtschaft.

Wir versenden dieses Genusskisterl’ in einem umweltfreundlichen und unbedruckten Geschenkkarton, mit einer Schleife aus Naturmaterialien. Gerne fügen wir auch eine handschriftliche Nachricht in Ihrem Namen hinzu.

Der Versand erfolgt innerhalb Österreichs und Deutschland versandkostenfrei an Ihre Wunschadresse!

Viel Spaß beim Stöbern und Schenken mit Sinn!

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Weinrallye #50 Naturwein

Meine erste aktive Teilnahme an einer Weinrallye, da schwingt durchaus ein Quäntchen Stolz mit, könnt ihr es auch hören?;) Als Iris Rutz Rudel Thema #50 ausrief, Naturwein, war ich hoch erfreut und hab keinen Moment gezögert mitzumachen.

Als ich vor etwas über einem Jahr meinen Online Shop gegründet habe war ganz klar, es darf nur das Beste geben. Keine Kompromisse im Weingarten und bei der Kellerarbeit. Der kleinste gemeinsame Nenner aller meiner Weine ist die biologische Arbeit. Da gibt’s nicht viel daran herumzudiskutieren. Meiner persönlichen Meinung nach ist echte Qualität nicht ohne diese möglich. Ein Zertifikat braucht man dafür natürlich nicht zwingend, aber es bleibt ansonsten immer der fahle Nachgeschmack des Marketinggags. Meine wahre Leidenschaft gehört aber eigentlich nicht Bioweinen per se, sondern Naturweinen. Der großartige Sepp Muster drückt es ganz einfach aus: “Es geht nicht um das Hinzufügen, sondern um das Weglassen.”

Romantik im Weingarten (Foto Weingut Strohmeier)

Es gibt keine einheitliche Definition von Naturweinen, was häufig wie Wasser auf den Mühlen der Kritiker ist. Anders gesehen ist es eigentlich etwas Gutes, es fördert die Individualität der einzelnen Weine. Als Händlerin wünscht ich mir manchmal ein Schlagwort zur Vermarktung, dann bräucht’ man weniger erklären und kosten. Aber hey, ich liebe es diese Weine zu erklären und zu verkosten, Marketing ist eben nicht alles;)

Aber zurück zum Anfang. Es gibt Definitionen von verschiedenen Zusammenschlüssen. Eine davon ist Vinnatur. Winzer aus 9 Ländern haben sich hier gefunden, leider ist (noch) kein deutsches Weingut verteten, aus Österreich jedoch gleich mehrere. Neben bereits genannten Sepp Muster sind die Brüder Ewald Tscheppe – mit dem Weingut Werlitsch – und Andreas Tscheppe mit seinem eigenem Weingut dabei, ebenso wie Franz Strohmeier. Aus dem Kremstal reiht sich Niki Moser -Weingut Sepp Moser – und der Mantlerhof in die Liste ein. Alle diese Weingüter sind biologisch zertifiziert, 3 davon sind Demeterbetriebe.

Der Knackpunkt zwischen Bioweinen und Naturweinen findet in der Weinbereitung statt. “La dolce farniente” sozusagen. Kaum Eingriffe, der Wein darf Wein werden, ohne die Vielzahl von erlaubten Manipulationsmittel (davon sind auch im biologischen Weinbau mehr erlaubt als viele meinen). Bei Vinnatur zum Beispiel ist eine minimale Schwefelgabe erlaubt.

“Filtrierter Wein ist wie Liebe mit Kondom, und zugesetzte Säure ist wie eine Rüstung, hinter der Rebsorte, das ‘terroir’, der Charakter des Jahrgangs und die Persönlichkeit des Weins versteckt werden.” Dieses Zitat ist von Michel Chapoutier aus Hermitage, der übrigens erst kürzlich Naturweine stark kritisiert hat.

Ich persönlich habe nichts gegen Schwefel, im Gegenteil, ich finde es gibt den Weinen häufig etwas zusätzliche Struktur (oder bewahrt es die Struktur besser?) und macht sie strammer. Doch es gibt auch glänzende Ausnahmen. Schwefel ist mehr als nur ein Konservierungsmittel, es ist ein Stilmittel. Das leidige Thema Kopfweh oder (negative) gesundheitliche Auswirkungen haben bei diesen Mengen ohnehin keine Relevanz. Vor einigen Wochen fragte ich Sepp Muster nach seinen Motiven so wenig wie möglich bis gar keinen Schwefel zu verwenden. Aus welchen Gründen auch immer, ich hatte eine philosophische Antwort erwartet, doch Sepp Muster überraschte mich, seine Antwort war genauso präzise wie seine Weine: “Unser Grund ist sehr einfach. Wir wollen den Wein soweit wie möglich mit Hilfsmitteln unberührt lassen.” Tja, dem bleibt nicht mehr viel hinzuzufügen. Im Grunde ist es DIE Definition von Naturwein.

Die Gärung erfolgt mit Umgebungshefen (allerdings kann es durchaus sein das aus einer Reinzuchthefe eine Umgebungshefe wird nachdem sich diese im Weinkellermilieau festgesetzt hat), der Wein sollte weder geschönt noch stabilisiert werden, nur mit einer minimalen Mengen Schwefel, wenn überhaupt, kurz vor der Abfüllung in Berührung kommen (Maische und Mostschwefelungen sollten nicht dazu gehören). Der Weg auf die Flasche sollte dann natürlich ungefiltert folgen. Wie ihr seht gibts eine Menge sollte und falls. Auf den ersten Blick ist dieser Zustand eine Farce, auf den zweiten nicht mehr. Auch Naturweinwinzer ernähren gerne ihre Familie und zahlen ihre Rechnungen, so kann es manchmal zu minimalen Eingriffen kommen um einen guten Wein zu keltern. Der Eingriff lautet dann aber nicht Gummi Arabicum, sondern Bentonit. Im Notfall.

Als ich mich auf die Suche nach dem richtigen Wein für diesen Beitrag machte kam ich in ein großes Dilemma. Mein erstes Gefühl war keinen Wein aus meinem eigenen Shop zu nehmen, wir sind ja hier nicht bei einer Verkaufsveranstaltung;) Je mehr ich jedoch darüber grübelte desto klarer wurde aber das daran einfach kein Weg vorbei führt. In meiner Online Weinhandlung finden sich einige der renommiertesten Naturweinwinzer, ich kenne die Menschen dahinter, die Weinberge und die Keller. Ich konnte nicht mehr anders, einer “meiner” Weine musste her.

Die Qual der Wahl fiel schlussends auf Franz Strohmeier. Egal ob sein Sekt, der einfache Schilcher (eine regionale Spezialität, ein Rosé aus der Blauen Wildbacher Traube) oder seine Serie “Trauben, Liebe und Zeit”, alle kommen sie ohne zugesetzten Schwefel aus.

Franz Strohmeiers Weißburgunder aus der Linie “Trauben, Liebe und Zeit” ist schon etwas ganz besonderes und jeden Cent wert. Vielschichtig klingt hier wie eine Untertreibung, Quitten, Weißbrot, Honig, Lakritze, Mandeln, Zitruszesten. Die Aromen entwickeln sich ständig weiter, über Tage. Der entgültige WOW-Effekt setzt dann am Gaumen ein. Ein volles Mundgefühl, eine präsente, gut eingebundene Säure, feine Gerbstoffe, salzig, die Aromen aus der Nase finden sich wieder. Und der Abgang? Um es in schöner Sommeliersprache auszudrücken: Der lange Abgang wird von den mineralischen Noten getragen;) Entwicklungspotenzial ist auf alle Fälle da, alle die schwefelfreien Weinen die Lagerfähigkeit absprechen sollten sich das in den Keller legen, wir unterhalten uns dann in einigen Jahren….

Im Rahmen der Linie “Trauben, Liebe und Zeit” entsteht auch ein Rotwein (Blauer Zweigelt mit etwas Blauer Wildbacher gewürzt) und ein sensationeller Rosé, ebenfalls aus Blauen Wildbacher. Auch diese beiden Weine haben internationales Format und wären einen eigenen Beitrag wert.

"die Bilddrehung wird nicht unterstützt" sorry Leute!

Statt einer herkömmlichen Kapsel tragen diese 3 Weine, die übrigens nicht als Qualitätsweine sondern als Bergweine deklariert sind, eine Kapsel aus Papier. Daraufgedruckt findet sich einiges über die Philosphie von Christine und Franz Strohmeier, zusammengehalten von einem Stück Spagat. Als meine Kinder die Kapsel fanden haben sie Fingerpuppen daraus gebastelt, das nennt man dann wohl gelebte Nachhaltigkeit;)

Natürlich hab ich aber auch den Blick über meinen eigenen Tellerrand gewagt. Bei Biobasic habe ich einen schwefelfreien Pinotage von Stellar Organics erstanden. Der südafrikanische Biowein war auch mit dem Fair Trade Logo versehen und dem Aufdruck “vegan friendly”. Somit scheidet ein Teil der Weinbehandlungsmethoden schon aus, man ist wohl schon relativ nahe am “Naturwein”. Für einen Supermarkwein und den geforderten Preis von € 7,49 war der Wein absolut ok, mehr aber auch nicht. Kein Erlebnis. Ob der Grund für meine fehlende Freude die Rebsorte oder der Wein an sich ist, wird wohl nie restlos geklärt werden;)

Naturwein ist stehts ein spannendes Thema, die Weine können wie Tag und Nacht sein, wie auch bei konventionellen Produkten. Hier gilt es zu kosten, mutig sein und neues entdecken, ihr werdet es nicht bereuen…

Für alle die mehr über die Weinrallye an und für sich wissen wollen gibt es hier mehr Infos.

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Osterbrunch – was nun?

Der Osterbrunch ist im Verlauf des Jahres eines der schönsten Feste und vielleicht DER perfekte Anlass für einen Brunch. Die Frühlingsgefühle sind erwacht, Schneeglöckchen blühen, wenn dann noch der verführerische Duft von frisch gebackenen Hefezopf, oder Germstrietzen wie es bei uns heißt;)), durchs Haus zieht ist eigentlich fast alles perfekt.

Naja, erst fast, denn die Frage was kommt ins Glas ist noch nicht geklärt. Aber Punkt für Punkt, zuerst sollten wir mal klären was denn eigentlich auf den Tisch soll.

Für viele sind Hefe, vulgo Germteige, der wahr gewordene Küchenalptraum. Kaum ein Küchengerücht hält sich so hartnäckig wie die Legende vom schwierigen Hefeteig. In Wahrheit gibt es kaum einen leichteren. Deshalb nichts wie ran an die Knethacken. Je mehr Eier desto flaumiger. Das ultimative Rezept? Ich hab’s noch nicht gefunden, aber das hier ist nah dran. Aus dem Zopf kann man auch ganz leicht einen Kranz formen und ihm am Tisch mit den gefärbten Eiern in der Mitte anrichten. Für alle die Zeit, Muse und Kinder haben machen auch Hefehasen einiges her. Am besten bastelt man sich eine Papierschablone, legt sie über den ausgerollten Teig und zeichnet sie mit einem Messer nach.

Apropos Eier. Ohne bunte Eier wird das nichts mit dem Osterbrunch. Färbemittel kann man ja sozusagen überall kaufen, die Frage ist nur, mit was färbt man den eigentlich? Für mich kommen selbstredend nur Naturfarben ins Töpfchen. Zugegeben sie decken nicht so perfekt und manchmal fehlt der Glanz. Einfach einpaar Tropfen Speiseöl auf ein Tuch und die fertig gefärbten Eier polieren.

Herzhafte Karottenmuffins mit einem Topfen(Quark!)aufstrich mit allem was die Kräutersammlung am Balkon schon hergibt gehören auch dazu. Hier ein tolles Rezept, einfach Zucker bis auf 1 EL ersatzlos streichen. Wer sie doch lieber süß möchte, sollte sie unbedingt mit Marzipan im Teig probieren.

Auf den Märkten gibt es jetzt bereits frischen Spinat, wer daraus eine Quiche macht erfindet zwar nicht das Rad neu, doch gibt es kaum einfache Gerichte die sich besser für einen Brunch eignen. Schnell vorbereitet, den Mürbteig mach ich gerne bereits einen Tag vorher, schmeckt kalt und warm und das beste daran, das mögen einfach alle. Dieses Rezept ist noch dazu mit Ziegenfrischkäse. Alle die jetzt die Stirn runzeln und meinen sie mögen keinen Ziegenkäse, sei gesagt: PROBIEREN!

Ein richtiger Braten darf bei uns zum Brunch nicht fehlen. Am besten in den Ofen damit kurz bevor die Gäste kommen, nach 2 bis 3 Stunden Garzeit ist dann meist auch den Gästen “nach einem richtigen Stück Fleisch” zumute. Lamm ist natürlich der Klassiker zu Ostern, hier ein Rezept von der großartigen Lea Linster.

Jetzt fehlen nur noch die richtigen Gäste (ja es gibt sie wirklich, die nicht brunchkompatiblen Gäste;)) und die Kleinigkeit namens Wein. Meist ist die Gästeschar bunt gemischt, und so sollten auch die Weine sein, für jeden etwas passendes dabei.

Deshalb gibts hier ein Bio Weinkisterl’ mit handgerüttelten Schilcher Brut von Franz Strohmeier aus der Weststeiermark. Schilcher ist dort eine regionale Spezialität aus der Blauen Wildbachertraube hergestellt. Also ein Rosésekt im klassischen Sinne. In der Weinbereitung wurde komplett auf Schwefel verzichtet, das macht ihn nicht nur sehr bekömmlich sondern auch ungemein vielschichtig.

Als Weißwein gibt’s den ersten Demeterzertifizierten Chardonnay von Familie Tauss aus der Südsteiermark im Bio Weinkisterl’. Nur 11% Alkohol und doch elegant, feingliedrig und ausdrucksstark.

Als Rotwein haben wir den 2007er Blauen Zweigelt von Sepp Muster aus Leutschach in der Südsteiermark eingepackt. Die Steiermark gilt eigentlich als typisches Weißweinland, auch Sepp Muster hat sich dem Sauvignon Blanc mit all seinen Facetten verschrieben,

aus Sepp Musters Weinkeller

doch auch Rotwein hat hier seinen fixen Bestandteil. Das Klima ist kühler als in den üblichen österreichischen Rotweingebieten, allen voran das Burgenland, das ergibt eine kühlere Stilistik im Wein, klare Aromen und eine enorme Eleganz. Echter Cool Climate Rotwein!

In unserem Bio Weinkisterl’ findet sich je 2 Flaschen dieser Weine, und als Osterzuckerl werden Sie innerhalb Österreichs und Deutschlands versandkostenfrei geliefert. Viel Spass damit!!!

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Mein Vinocamp 2012

Frisch zu Hause vom Vinocamp, viele neue Eindrücke und Kontakte im Gepäck. Die geballte Kompetenz, aus so vielen unterschiedlichen Blickwinkel zuerleben war ein echtes Vergnügen. Winzer, Blogger, bloggende Winzer, Agenturen, Händler, quasi alles was die Branche zu bieten hat, war vertreten. Am beeindruckendsten fand ich die vielen Blogger, die es aus reinem Spass am Wein tun. Ihr Brotberuf ist ein anderer, Wein einfach nur der liebste Zeitvertreib, ohne kommerzielle Interessen. Die Zeit und die Recherche, die Liebe zum Detail ist erstaunlich, davor hab ich großen Respekt.

das offizielle Vinocamp Logo

Wir wurden von Thomas Lippert und Dirk Würtz herzlich begrüßt, dann ging es am Samstag Vormittag mit einer Vorstellungsrunde los. Darauf folgte die Sessionplanung. Jeder konnte sich einbringen, eine tolle Dynamik nahm seinen Lauf.

Die Qual der Wahl

Weißweine aus Bordeaux, Kundenbindung, Madeira, wieviele Shops braucht das Netz, Bag in Box,…. die Auswahl war groß, ich glaub für jeden war etwas dabei. Jede Session hatte 1 Stunde Zeit, danach gings zum nächsten Abenteuer.

Um 16:00 folgten die sozialen Weinproben. Jeder Teilnehmer meldete sich bereits im Vorfeld für ein Thema an. Teilnahmebedingung war 1 passende Flasche. Die Entscheidung war keine leichte, bei den Weinexoten gab es Weine aus Indien und China zum Kennenlernen, es gab eine Terroirprobe, Südafrika, Rieslinge kamen auf den Prüfstand, Spätburgunder stellten sich einer Blindprobe, bio und bio-dyn war ein Thema ebenso wie Orange Wines. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, schlussendlich siegte aber mein Faible für Naturweine. Jochen Leeder von Orange Wines leitete diese Session und brachte eine große Bandbreite an eigenen Weinen mit. Nicht alle waren was ich persönlich unter Orange Wines verstehe, viele hatten einfach „nur“ eine tagelange Maischestandzeit hinter sich. Ich selbst hatte Ewald Tscheppe’s Amphorenwein und Sepp Musters Graf beigesteuert. Es war super zu sehen wie toll sich diese Weine in der Runde behaupten konnten. Die Variante aus der Amphore polarisierte naturgemäß sehr, während der Graf seine Trinkigkeit (ist das ein Wort?) perfekt ausspielen konnte. Aus dem gleichen Holz war Peter Jakob Kühns Amphoren Riesling geschnitzt. Gravner durfte natürlich auch nicht fehlen. Sehr spannend waren auch von Winzern mitgebrachte Fassproben, die später meist mit „normalen“ Weinen verschnitten werden um den Weinen mehr Struktur zu geben. Kai Schätzel hatte einen maischevergorenen Silvaner dabei, der aber dank Trockeneis absolut reduktiv gehalten wurde. Diese Kombination hatte ich noch nie probiert, eine tolle neue Erfahrung und definitiv der Böckser meines Lebens, keine Frage. Den fertig verschnitten Silvaner werde ich hoffentlich probieren können. Jürgen Schmückings Kostnotizen gibt es hier nachzulesen.

Jürgen Schmücking bei der gewissenhaften Dokumentation seiner Eindrücke

Das who ist who der orangen Welt war vertreten, dazu gabs noch tolle Fassproben von teilnehmenden Winzern

Am Abend ging es in die WeinBank, eine sehr schöne Location. Die Weine wurden von den Teilnehmern mitgebracht, erlaubt war nur Jahrgang 2002 und älter und stand unter dem Motto „Keine Angst vor reifen Wein“. Hier einige Highlights aus einer grandiosen Auswahl:

the show must go on

Am Sonntag Morgen folgte die Sessionplanung. Harald Steffens stand Frage und Antwort zum Thema Steillagenweinbau, ökologischer Weinbau und mehr.

Harald Steffens von der Mosel

Bernhard Fiedler aus dem Burgenland

Bernhard Fiedler leitete eine Session über Weinbezeichnungen, auch das Thema „Quo vadis vinocamp“ wurde durchdiskutiert.

Uhu zum Brunch

Als Fixpunkt fand eine Fehlerweinprobe statt. Fehlerhafte Weine sind ja, Gott sei Dank, nicht zu bekommen und daher war es schon spannend ausgeprägte Weine zu kosten. Ob Oxidation und Brett Weinfehler sind, darüber lässt es sich hervorragend streiten. Für mich persönlich sind es, vor allem ersteres eher ein Stilmittel, darüber ließe sich stundenlang diskutieren;)

Auf alle Fälle war es eine spannende Erfahrung und mir eine Ehre dabei sein zu dürfen. Danke an alle Organisatoren und die vielen helfenden Hände.

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Einfach mal Danke sagen….

Heute möcht ich mich mal einfach bei Euch bedanken. Für die netten Kommentare die bei den Bestellungen zugefügt werden, die vielen “likes” auf unserer Facebookseite, die vielen Kommentare und für das Feedback das ihr gebt…

Als kleines Dankeschön könnt ihr mit dem Gutscheincode FBtreuebonus bis einschließlich 13. März 2012 5% auf Euren Einkauf in unserem Shop sparen. Der Gutschein gilt natürlich auch für unsere Bio Genusskisterl’ und Bio Weinkisterl’!

Danke.

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Ab 2012 gibt es richtigen Biowein

Genau, richtig gelesen, aktuell gibt es keinen Biowein, nur Wein aus Trauben aus biologischen Anbau. Die Arbeit im Keller blieb beinahe ohne Auflagen. Nach jahrelanger Diskussion auf EU Ebene konnte man nun einen Kompromiss finden. Die Unterschiede die das Traubenmaterial zum Beispiel an der Mosel und in La Mancha mitbringt, die Weinstile die sich in den vielfältigen Regionen eingebürgert haben, all das galt es zu berücksichtigen.

Da in den letzten Tagen schon einiges darüber im Netz zu lesen war, hier eine kleine Linkliste über Tatsachen und Meinungen.

Wer es genau wissen will, hier die Verordnung der EU, auch ohne Fachchinesischkenntnisse lesbar.

Harald Steffens Blickwinkel findet ihr hier. Meine Lieblingsstelle daraus ist ganz eindeutig: “Eine EU Verordnung wird in Deutschland zu 100%, in Österreich zu 130% umgesetzt und in Italien wird währenddessen immer noch nach einem Dolmetscher gesucht, um diese Verordnung zu übersetzen.”

Meinen Senf habe ich hier abgegeben.

Abchließend bleibt nicht mehr viel zu sagen, denn im Grunde hat sich nicht viel geändert. Weiterhin ist Biowein nicht automatisch ein hochwertiges Produkt und die Manipulationsmittel im Keller sind vielfältig. Der mündige Konsument wird weiterhin genau hinschauen und eventuell nachfragen müssen.

In meinem Shop bleibt weiterhin alles gleich. Die Weine sind absolut naturbelasssen, die Qualität die im Weingarten erreicht wird kommt in die Flasche. Das bildet die Ausnahme unter den Bioweinen und ich bin stolz drauf diese Qualitäten anbieten zu können.

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Ein Wein und seine ungewöhnliche Geschichte oder “Mann, ist der gut.”

Wein sollte mehr als ein Getränk sein, mehr als ein Lebensmittel. Denn er kann so viel mehr sein. Er erzählt seine eigene Geschichte, erzählt von seiner Herkunft, seinem Jahrgang, manchmal sogar von den Menschen dahinter. Der Großteils der Weine dieser Welt sind so produziert das sie stumm sind, aber auch das hat seine Berechtigung, denn auch die Mehrzahl der Konsumenten will nichts hören;)

Deshalb bleiben, Gott sei Dank für uns, immer wieder neue Weine über, die es zu entdecken gibt. So erst vor kurzem Geschehen. Welschriesling kann mehr als man ihm häufig zutraut, das ist unter vielen Weinkennern schon lange kein Geheimnis mehr. Die robuste Sorte mit ihrer üppigen Säure ergibt feinste auf der ganzen Welt begehrte Süßweine.  Im trockenen Bereich jedoch gilt sie primär als einfacher Zechwein, resch, früh auf den Markt gebracht, früh zu trinken.

Andreas Tscheppe

Die Weingärten von Andreas Tscheppe im Herbst

Andreas Tscheppe aus der Südsteiermark ist mit dieser Rebsorte bestens bekannt, sie sind sozusagen nebeneinander aufgewachsen. Die Trauben für seinen Welschriesling 2009 stammen von seinem Elternhaus, dem Werlitschhof, der heute von seinem Bruder Ewald bewirtschaftet wird. Der Wein gärte im Stahltank, völlig naturbelassen. Im Februar eine kleine Schwefelgabe, im Mai 2010 wurde er als klassischer Welschriesling auf den Markt gebracht. Das allein ist schon eine kleine Sensation im steirischen Weinbau, Welschriesling findet hier meist im November/Dezember seinen Weg zum Endverbraucher, manchmal sogar schon Ende Oktober. Das ein solcher Wein keine natürliche Form der Stabilisierung durchlaufen haben kann, liegt auf der Hand, aber es interessiert die meisten ja auch gar nicht.

Andreas Tscheppe

Andreas Tscheppe

“Einen Teil hielt ich aber zurück, weil dieser Wein mir so gut schmeckte und ich andachte einen Sekt zu machen.” erzählt Andreas Tscheppe “So legte ich die restliche Menge in ein Holzfass. Dort blieb er auf der Feinhefe, ohne Schwefel, liegen. Das interessante aber war, dass dieser Wein trotz seines leichten Alkoholgehaltes nicht kaputt wurde. Er wurde immer besser und interessant fand ich, wie er mit dem Holz umging. Bei jeder Verkostung aus dem Fass dachte ich mir, Mann, ist der gut!”

Andreas Tscheppe horchte auf sein Bauchgefühl und füllte so im Frühjahr 2011 diesen Wein als 2009er Reserve Füllung ab. Entstanden ist so ein großartiger Wein der uns einiges zu berichten hat. Zarte kräutrige Aromen sind tonangebend, fein hinterlegt von Apfel, Birnen und Quittenaromen. Ein großartig Solist der auch als Begleiter eine hervoragende Vorstellung liefert. Auch die Aufmachung der Weine von Andreas Tscheppe gibt einiges her und war in Cannes schon Gold wert.

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Individuell ins neue Jahr!

„Ich trinke ihn, wenn ich glück­lich bin, und ich trinke ihn auch, wenn ich trau­rig bin. Manch­mal trinke ich ihn, wenn ich allein bin. In Gesell­schaft trinke ich ihn sowieso. Selbst wenn ich kei­nen Appe­tit habe, nehme ich gern ein Gläs­chen zu mir. Und wenn ich Appe­tit habe, greife ich natür­lich auch zu ihm. Aber sonst rühre ich ihn nicht an – außer wenn ich durs­tig bin.“ Die Worte der legendären Lily Bollinger werden gern zitiert, zu Recht.

Der Jahreswechsel steht an, die Nacht der Nächte. Ein besonderer Anlass bedarf eines besonderen Getränkes und so wird gern zu Champagner, Winzersekten und Co gegriffen. Wenn man sich allerdings dieser Tage umschaut, kann man die Rabattschlachten kaum glauben, muss es denn tatsächlich Champagner Rosé von Aldi sein? Die Welt des Champagners hat uns viel zu bieten, doch wirklich hochwertiges aus der Champagne hat seinen Preis. Häufig ist das untere Preissegment nicht einmal den Diskontpreis wert.

Warum also nicht auf etwas heimisches zurückgreifen? Gerne möchte ich euch an dieser Stelle den Schilcher Brut von der Wein- und Sektmanufaktur Strohmeier aus St. Stefan ob Stainz näher bringen.

Christine und Franz StrohmeierStrohmeier vorstellen.

Schilcher ist ein Stück österreichische Tradition, zumindest in der Weststeiermark. Er wird von der Blauen Wildbacherrebe gekeltert und meint immer einen Rosé. Klassisch handelt es sich um einen säurebetonten Wein, der gut zu einer deftigen Jause, beziehungsweise Vesper, wie unsere verehrten Nachbarn dazu sagen, passt. Doch seit einigen Jahren brodelt es gewaltig im Schilcherland, die Zeichen stehen auf Umbruch. Die einen behelfen sich moderner önologischer Verfahren die anderen setzen auf Zeit im Ausbau für mehr Genuss und Bekömmlichkeit.

Franz Strohmeier ist die biologische Arbeitsweise zuwenig. Er geht einen Schritt weiter und baut fast alle seine Weine ohne zugesetzten Schwefel aus. Das macht seine Weine zugänglicher und etwas offener.  In Kombination mit der doch eher strengen Eigenart von Schilcher macht sich das hervorragend. Neben dem klassischen Schilcher, hier ein kleiner Bericht von Clemens Mally auf Captain Cork, keltert er noch einen ganz außergewöhnlichen im Rahmen der Linie Trauben, Liebe und Zeit. Schilcher für Fortgeschrittene,einfach großartig.

Doch das Meisterstück von Franz Strohmeier ist vielleicht sein Schilcher Brut. Echtes Handwerk, handgerüttelt und ohne zugesetzten Schwefel. Schaumwein at it’s best. Ausgesprochen belebend und bekömmlich, ohne Schnickschnack und Firlefanz, ein wahrer Sekt für Individualisten.

handgerüttelt, versteht sich bei Familie Strohmeier von selbst (Foto Weingut Strohmeier)

Wenn man an den Aufwand in der Bereitung denkt, kann man hier nur von einem wahren Schnäppchen reden! Da halt’ ich es dann gern mit Madame Bollinger, man gönnt sich ja sonst nichts.

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