Weinrallye #73 Wein ohne Schnick-Schnack – die Zusammenfassung

Spät aber doch, bitte entschuldigt, die Zusammenfassung der Weinrallye #73 Wein ohne Schnick-Schnack.

Ich gebe es gern zu, letzte Woche war ich doch irgendwie nervös. So nach dem Motto: “Stell Dir vor es ist Weinrallye und keiner geht hin.” So viel mir also ein mittlerer Schieferbrocken vom Herzen als der erste Beitrag zum Thema online ging.  Seniorpraktikant Gottfried von Hundertachziggrad (einer meiner Lieblingsblogs by the way) hat das weitläufige Thema gleich um eine Interpretation erweitert:

Vor allem, wenn ich der Annahme folge, dass „Schnick-Schnack“ von „Reden“ kommt. Hier also von Schweigen. Das kann er, der Gerd Keller, in unnachahmlicher Weise verschweigen, was er für herrliche Weine macht.

 

Hans-Jürgen Schwarzer von edelste-Weine hat, glaube ich, zum ersten Mal an einer Weinrallye teilgenommen und mit einem Dornfelder Weißherbst Rosé auch gleich Mut bewießen:

Wozu passt denn der Dornfelder? Auf alle Fälle zu mir. Das ist ja schon mal die halbe Miete, oder?

 

Auf dem spannenden Blog Sammlerfreak von Peter Züllig geht es nicht nur philosophisch zu, alle möglichen Varianten von Schnick und Schnack werden hinterfragt:

Ist dies nun Schnick oder Schnack oder beides oder einfach gekonntes Marketing.

 

Die umtriebige und immer lesenswerte Cordula Eich von Supershoppen bringt Opa, Laboranten und Albert Einstein gekonnt in einen Beitrag. Neugierig geworden?

Würde man dem Wein all seine spannenden und manchmal undurchsichtigen Geschichten nehmen, was bliebe übrig? Weg wäre sie, die Weinkultur. Man würde schlichtweg saufen! Und das wäre ungemein schade!

 

Die wahrscheinlich besten Baristas der Welt (regelmäßige, subjektive Tests bestätigen das immer wieder;-)) vom Artisan sind auch zum ersten Mal bei einer Rallye dabei. Sie haben eine Brücke vom Kaffee zum Wein geschlagen und stehen auch hier ganz hinter ihrer Philosophie:

Wir wünschen uns Wein von Winzern, die respektvoll mit dem Boden und Pflanzen umgehen, die dem Wein Zeit geben zu reifen, sich zu entwickeln. Eben, ehrlichen Wein ohne Schnick-Schnack.

 

Nico Mendenbach schreibt auf drunkenmonday (noch einer meiner Lieblingsblogs…) von einem Syrah aus Saint Joseph. Bei der Beschreibung kriegt man große Lust sofort den Weinkeller zu durchstöbern, also bitte NICHT früh morgens oder im Büro lesen:

Wiedersprüche werden vereint und vermeintlich bekannte Regeln auf den Kopf gestellt. Alles das ohne in die chemische Trickkiste der Weinbereitung zu greifen. So stelle ich mir spannenden und authentischen Weingenuss vor.

 

Dorit Schmitt von Chateau et Chocolat kam als letztes über die Ziellinie mit einem wunderbaren Beitrag über Enderle & Moll:

Schnick-Schnack – für mich bedeutet dieses Wort "schmückendes, aber eigentlich unnötiges Beiwerk". Auf Wein bezogen verstehe ich unter den Weinen ohne Schnick-Schnack, diese, die möglichst puristisch gemacht wurden - ohne jetzt in die Orange-Wein-Diskussion treten zu wollen, denn das wäre an sich ein eigenes Thema.

 

Ich selbst habe auf meinem Blog diesmal auf Kostnotizen und Empfehlungen verzichtet:

Dürfen denn Eier in den Wein? Mir persönlich ist eine Eiweissschönung lieber als Pulver XY aus nicht geklärter Herkunft.

 

Zum Schluß gibt es nicht mehr viel zu sagen, ich denke die Beiträge sprechen für sich. Es hat mich sehr gefreut das nicht nur alte Hasen sondern auch neue Blogs dabei waren. Ein herzliches Dank an alle Teilnehmer und viel Freude den Lesern!

Weinrallye #73: Wein ohne Schnick-Schnack

weinrallye arialIm Wonnemonat Mai darf ich Gastgeber der Weinrallye sein! Das freut mich sehr, die Zusammenfassung kommt erst am Sonntag, also liebe Nachzügler, es gibt noch die Möglichkeit…..

Wein ohne Schnick-Schnack lautet das Thema. Darunter kann man sehr viel verstehen, und das ist auch gut so.

Ich möchte diesmal keine Verkostungsnotitz schreiben und auch keine Weinempfehlung geben, vielleicht aber ein wenig aufklären falls nötig.

Wein ist seit jeher ein von Menschen beeinflusstes Produkt, es entsteht nicht zufällig aus Traubenmost (ja, ja, die ersten Versuche bestimmt, keine Frage), der Mensch, sprich der Winzer, tut jede Menge. Dazu zählen die Auswahl der Lage, die Suche nach der passenden Rebsorte und dementsprechender Unterlagsrebe, die Rebschnitt, die Art der Begrünung und noch tausend Dinge mehr die bis zur Ernte im Weingarten geschehen.

Doch erst im Keller wird es richtig spannend. Den Möglichkeiten der Winzer ist hier kaum ein Ende gesetzt. Da wären die sehr traditionellen Weinbereitungshilfen wie Gelantine, Eiweiss, Bentonit und Sulfate. Auf der anderen Seite die modernen Mittelchen wie Enzyme, Gummi Arabicum (bei Interesse einfach mal ins Suchfeld von Captain Cork eingeben, sehr amüsant), ein wahres, wenn auch sehr künstliches Schlaraffenland der Schönungs- und Manipulationsmittel.

Dürfen denn Eier in den Wein? Mir persönlich ist eine Eiweissschönung lieber als Pulver XY aus nicht geklärter Herkunft. Bei Gelantine sehe ich die Sache schon differenzierter, man sollte hier Vegetarierer aufklären, die Verwendung offenlegen.

Abseits von krummen Gurken

Neben vielen sinnvollen Aufgaben verfasst man in der EU ja auch allerliebst unsinniges. Die Gurkennorm ist da einfach ein wunderbares Beispiel. Viel verständlicher ist da schon die Deklaration von Allergenen, wie Weizen, Sellerie, Eiern, Milch und Co. Bisher galt dies nur für Lebensmittel, nun gilt es auch für Wein.  Künftig wird auf Weinetiketten also nicht nur enthält Sulfite stehen, sondern gegebenenfalls auch enthält Eier. Das wirkt auf viele Konsumenten einfach schräg und unsexy. Gott sei Dank (Achtung Ironie) hat die Industrie wie immer eine Lösung, so kann der Winzer beim Vertreter seines Vertrauens oder im Baumarkt neben an (Ward ihr schon einmal in einem Weinbaugebiet beim Baumarkt? Ein Erlebnis sag ich Euch!)  ganz einfach Pulver XYZ erwerben. Selbstverständlich ohne Allergene drinnen, und somit nicht deklarationspflichtig. Was stattdessen drinnen ist? Wayne interessierts….

Hey Pippi Langstrumpf

Irgendwie kommt mir grad Pippi Langstrumpf in den Sinn ….ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt….
Kann es das wirklich sein? Ist all dieser Schnick-Schnack denn wirklich nötig? Nein, ist er nicht. Aber wir leben ja in der Welt des mündigen Konsumenten, wenn euch also interessiert was in Eurem Wein so alles drinnen ist, fragt doch Euren Weinhändlern und Winzern ein Loch in den Bauch;-) Jetzt gönn ich mir ein Glas richtigen Wein, davon hab ich ja genug….

 

 

 

 

 

 

 

Auf ein Wort

Irgendwann habe ich aufgehört Weinführer zu lesen, und sie fehlen mir kein bischen. Wenn ich gezielt etwas suche, schau ich bei wein-plus.eu nach. Dort findet man, meiner bescheidenen Meinung nach, Fakten und Eindrücke. Ohne Lobhudelei.

Gerade eben habe ich etwas über Sepp Muster gesucht und Tante Google gefragt, neugierig wie ich bin, bin ich dem Link zu Gault Millau gefolgt und konnte folgendes lesen:

Sepp Muster war der Erste, der in der Südsteiermark auf biodynamischen Anbau, Amphoren, Erdfässer und Schwefelverzicht setzte. Und wurde von der konventionellen Weinwelt nicht immer ernst genommen. Wer diese köstlichen, ausdrucksstarken, hochmineralischen Weine noch länger ignoriert, ist allerdings selbst schuld. Sie zählen zweifellos zur steirischen Elite.

Wirklich schön geschrieben, wie ich finde. Obwohl ich mir deshalb auch keinen Weinführer mehr kaufen würde;-)

 

Podere Còncori – Probepaket

Auf Weinquellen sind heute drei spannende Berichte über ein toskanisches Ausnahmeweingut erschienen. Im Norden ist von den sanften Colli des Chianti nicht mehr viel über. Aus Hügeln werden Berge, die Umgebung wirkt und ist schroffer.

Hier wächst der Pinot Noir

Gabriela da Prato bringt in dieser wunderbaren Region namens Lucca spannende Weine auf die Flasche. Momentan gibt es die Weine bei mir nur mehr in homöopathischen Mengen. Gerne stelle ich Euch ein Probepaket aus 1 Flasche Bianco 2012 (aus Weißburgunder & Chenin Blanc!), Pinot Noir 2011 und Melograno 2011 zusammen. Versandkostenfrei geliefert innerhalb Österreichs und Deutschland um € 58,-. Bitte einfach eine Mail an info@bio-wein-online.com.

Demeter, eh klar;-)

Demeter, eh klar;-)

Weinrallye #73 – Wein ohne Schnick-Schnack

weinrallye arial

Wein ohne Schnick-Schnack! Lautet diesmal das Motto. Vielen Konsumenten ist gar nicht klar welche Schritte Ihr Wein im Keller durchmacht. Die einen interessiert es nicht, die anderen werden zu militanten Gegner von allen, die nächsten haben einfach keine Ahnung. Ich würd mich freuen wenn wir hier verschiedene Aspekte beleuchten könnten. Was ist für DICH wichtig?! Dürfen Gelatine und Eier in den Wein? Wie schaut es aus mit Enzymen? Filtriert vs unfiltriert? Gibt es guten Wein ohne all den Schnickschnack überhaupt?!

Wer kann mitmachen? Einfach jeder! Veröffentlicht am Freitag den 30. Mai 2014 einen Artikel zum Thema auf Euren Blog. Wer keinen Blog hat, kann gerne bei mir Unterschlupf finden;-) Bitte verwendet auf FB, Twitter und Co den Hashtag #weinrallye und hinterlasst hier Euren Link in den Kommentaren.

Über was soll ich schreiben? Das Thema ist bewusst sehr weitläufig gewählt. Ihr könnt über einen besonderen Wein schreiben und die Hintergründe seiner Herstellung beleuchten. Ihr könnt auch einfach Eure Meinung zu einzelnen Weinbereitungsmittelchen kundtun.

Die erste Weinrallye fand übrigens 2007 beim Initiator der tollen Aktion statt! Im Winzerblog von Thomas Lippert könnt Ihr mehr nachlesen!

Aufruf! Weinrallye #73: Wein ohne Schnick-Schnack

UPDATE vom 21. 04. 2014: Liebe Weinrallye Teilnehmer, leider kann ich in diesem Monat nicht Euer Gastgeber sein! Nach einer Routine Operation in der Karwoche geht es mir viel schlechter als ich erwartet habe und sehe mich daher im Moment nicht im Stande! Tut leid.

Es freut mich sehr dass ich diesen Monat Gastgeber der Weinrallye # 73 sein darf!

Wein ohne Schnick-Schnack! Lautet diesmal das Motto. Vielen Konsumenten ist gar nicht klar welche Schritte Ihr Wein im Keller durchmacht. Die einen interessiert es nicht, die anderen werden zu militanten Gegner von allen, die nächsten haben einfach keine Ahnung. Ich würd mich freuen wenn wir hier verschiedene Aspekte beleuchten könnten. Was ist für DICH wichtig?! Dürfen Gelatine und Eier in den Wein? Wie schaut es aus mit Enzymen? Filtriert vs unfiltriert? Gibt es guten Wein ohne all den Schnickschnack überhaupt?!

Wer kann mitmachen? Einfach jeder! Veröffentlicht am Freitag den 25. April 2014 einen Artikel zum Thema auf Euren Blog. Wer keinen Blog hat, kann gerne bei mir Unterschlupf finden;-) Bitte verwendet auf FB, Twitter und Co den Hashtag #weinrallye und hinterlasst hier Euren Link in den Kommentaren.

Über was soll ich schreiben? Das Thema ist bewusst sehr weitläufig gewählt. Ihr könnt über einen besonderen Wein schreiben und die Hintergründe seiner Herstellung beleuchten. Ihr könnt auch einfach Eure Meinung zu einzelnen Weinbereitungsmittelchen kundtun.

Die erste Weinrallye fand übrigens 2007 beim Initiator der tollen Aktion statt! Im Winzerblog von Thomas Lippert könnt Ihr mehr nachlesen!

Ein passendes Logo kommt noch, ich freu mich über viele Teilnehmer!

 

 

Spargelwein, der Wein zum Spargel

Es ist wieder so weit, die Spargelsaison beginnt und scheinbar fragt sich alle Welt ‘welcher Wein passt zu Spargel?’.  Findige Marketingleute kleben daher einfach “Spargelwein” aufs Etikett und gut ist. Ist ja furchtbar praktisch. Dann brauchen Sommeliers nicht mehr mit Ihren Gästen reden und Fachhändler können sich das zeitraubende Gerede mit Ihren Kunden sparen.

 

THEMA VERFEHLT, SETZEN.

Das spannende an Speisen und Weinkombination ist ja gerade die Vielfalt. Erlaubt ist was schmeckt. Und macht nicht das Ausprobieren und entdecken einen großen Teil der Freude aus?  In diesem Sinne: probiert drauf los und traut Euch!

Spargel alleine ist mild und zurückhaltend. Wenn man sich also auf die Suche nach einem korrespondierenden Wein macht, muss man auf die Zubereitungsmethode und die Saucen achten.

Weißer Spargel liebt Butter, salopp gesagt. Egal ob der Klassiker Sauce Hollandaise oder eine rote Butter von Großmeister Heinz Winkler oder einfach nur ein Stückchen Rohmilchbutter und etwas Salz. Für den Weinbegleiter ist das durchaus schon eine kleine Herausforderung . Der grüne Spargel hat es gern asiatisch. Auch hier sind die Möglichkeiten der Weinbegleitung schier unendlich, je nachdem welche Gewürze und Aromaten gewählt wurden.

Spargelwein gibt es nicht. Basta.

Es gibt ja auch keinen Tomatenwein oder Brokkoliwein oder …….. Daher gibt es an dieser Stelle auch keinen Tipp von mir.

Persönliche Empfehlung gefällig?

Wenn Ihr wollt könnt Ihr mir ja gerne Euer Rezept schicken und ich empfehl Euch was Feines dazu;-) Erreichen könnt Ihr mich per Mail oder auf Facebook!

 

Die größte Auswahl an Werlitsch Weinen

Es freut mich sehr in meiner kleinen Online Weinhandlung die größte Auswahl an Weinen vom Weingut Werlitsch anbieten zu können! Mittlerweile kann man aus 6 (!!!!!) verschiedenen Jahrgängen wählen! Neben den großartigen Weinen aus der Ex Vero Linie gibt es noch reinsortigen Sauvignon Blanc und natürlich hauch den jüngsten Zuwachs der Werlitsch-Wein-Familie: Drei Generationen! Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!